Interview mit Frank Sadowsky

Gud Jard – Gute Erde

 

Wie geht es weiter – was gibt es zu berichten

 

In DePe 4/2016 hatten wir ausführlich über die Informationsveranstaltung bezüglich der geplanten Ferienhausanlage am Kaydeich berichtet. Nun sind einige Hürden aus dem Wege geräumt und wir informieren in einem Interview mit dem Geschäftsführer Frank Sadowsky, was sich inzwischen Neues getan hat und wie es weitergeht.

 

Brigitta Seidel: Herr Sadowsky, auf der Veranstaltung am 31.3. im Restaurant „Unter den Linden“ deuteten Sie ja schon an, dass es hinsichtlich der Unterzeichnung des „Städtebaulichen Vertrages“ zu Verzögerungen kommen könnte. Was ist inzwischen passiert?

 

Frank Sadowsky: Der Vertrag wurde am zweiten Mai unterzeichnet und daraufhin alle relevanten Aufträge an die bauausführenden Unternehmen vergeben. Auf dem Weg dahin waren wie erwartet noch ein paar Hürden zu nehmen, was in einem derartigen Bauprozess allerdings normal ist. Nun sind wir aber froh, dass es endlich losgeht!

 

BS:Das Baugelände am Kaydeich ist – sichtbar für alle – abgesteckt und mit Flatterbändern versehen, damit dort kein Vogel brütet. Wann „rücken“ die Bagger an, und wie lange werden die Arbeiten dauern?

 

FS:Am 28.06.16 beginnen die Erschließungsarbeiten und das Bauschild wird aufgestellt. Zusätzlich werden wir als kleines Ritual zusammen mit dem Bürgermeister und dem Kurdirektor vor Ort ein Foto machen. Die Arbeiten werden zunächst bis Mitte Oktober andauern, dann haben die Arbeiter zwei Wochen Urlaub. Sollte das Wetter es erlauben, könnte danach noch drei Wochen bis Mitte November weitergearbeitet werden. Ziel ist, den Großteil der Erschließungsarbeiten in diesem Jahr abzuschließen. Ab Mitte September kann parallel mit dem Aufstellen der Häuser begonnen werden. Da diese in den Werkstätten der Baufirma vorproduziert werden, dauert das Aufstellen eines Hauses dann jeweils nur zwei Wochen. Bei insgesamt 38 Ferienhäusern und einem Empfangsgebäude wird das letzte Haus ca. im März/April 2018 errichtet worden sein.

 

BS:Gibt es Verkehrsregelungen für den Baustellenverkehr von der Fähre bis zum Kaydeich?

 

FS: Ja, die gibt es. Der Erschließungsplaner hat diese mit Bürgermeister Feddersen abgestimmt. Die Fahrzeuge werden von der Fähre aus den Weg zum Kaydeich im Inneren der Insel benutzen und auf demselben Weg auch wieder zur Fähre zurückfahren.

 

BS:Sind für unsere Badegäste in dieser Saison am Südstrand/Leuchtturm und in den Straßen drum herum Beeinträchtigungen zu erwarten? Was raten Sie den Urlaubern?

 

FS:Natürlich sind wir darauf bedacht, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Daher haben wir z.B. darauf geachtet, dass auf den Straßen entlang des Deichs keine Baufahrzeuge verkehren werden und somit dort niemand gestört wird. Durch das Vorproduzieren der Häuser wird der Baulärm, den das reine Aufstellen verursacht, im Vergleich zum normalen Häuserbau überschaubar sein. Einzig der Lärm, der durch die Erschließungsarbeiten entsteht, könnte zu gewissen Störungen führen. Dies wird bezogen auf den Südstrand aber auch von der Windrichtung abhängen. Bei West- bzw. Südwestwind besteht die Chance, dass Geräusche von der Baustelle nicht oder nur in geringem Maße am Strand zu hören sein werden. Urlaubern würde ich raten, entlang der Straßen, auf denen die breiten Baufahrzeuge fahren, auf Fahrradtouren zu verzichten und lieber entlang des Deiches zu radeln. Zusätzlich haben wir eine spezielle email-Adresse eingerichtet: pellwormer@gudjard.de.
Hier können Anwohner sich melden, falls es dennoch irgendwo Probleme geben sollte.

 

BS:Die Frage wurde im März bereits angeschnitten, ob es Aufträge/Arbeitsplätze für Pellwormer geben könnte. Können Sie schon mehr dazu sagen?

 

FS:Insgesamt werden natürlich verschiedene Dienstleistungen wie z.B. Reinigung, Wäsche, Technikwartung, Reparaturen, Hausmeister-Service, Brötchenservice, Babysitterservice oder auch die Bereitstellung von Lebensmitteln erforderlich werden. Daneben wird es ggf. auch um die Schaffung neuer Freizeitangebote wie z.B. Bootstouren gehen. Da der komplette Betrieb erst nach Fertigstellung in 2018 beginnen wird, wollen wir diese Themen aber erst im nächsten Jahr angehen, wenn die Vermarktung der Häuser abgeschlossen ist. Dann freuen wir uns über Ideen und Angebote der ortsansässigen Firmen.

 

BS:Spannend bleibt ja auch, ob sich in der Vorbereitung/Planung der Häuser im Außen- oder im Innenbereich noch etwas verändert oder weiter verbessert hat?

 

FS:An der Grundausrichtung der Häuser hat sich nichts geändert. Durch den Bau des ersten Musterhauses im vergangenen Jahr haben wir natürlich viel gelernt und aufgrund dieser Erfahrungen an vielen Stellen kleinere Verbesserungen in den Bereichen Design, Funktionalität und Materialauswahl erreichen können. Derzeit wird ein weiteres Musterhaus vorproduziert, in welchem dann alle Anpassungen umgesetzt sein werden. Dieses wird dann auch das erste Haus sein, was auf der Anlage im September aufgestellt wird.

 

BS:Hat sich am Konzept Ferienhäuser überhaupt etwas geändert/verbessert?

 

FS:Nein. Die Raumluftmessungen, die wir Ende letzten Jahres im ersten Musterhaus durchgeführt haben, ergaben gegenüber dem aktuellen Durchschnitt wohngesunder Häuser in Deutschland um 85 bis 90% niedrigere Schadstoffwerte. Noch besser geht es dann kaum noch. Damit haben wir einen neuen Maßstab für diese Bauweise geschaffen, der sogar europaweit seinesgleichen suchen dürfte.

 

BS:Eine Homepage sollte eingerichtet werden. Wieweit sind Sie damit gekommen?

 

FS:Die Homepage wird zeitgleich mit dem Beginn der Bauarbeiten am 28.06. online gehen. Auf www.gudjard.de können Interessierte dann mehr über die wohngesunde Bauweise erfahren und z.B. Computer-Visualisierungen der Häuser von außen und auch von Teilen der Inneneinrichtung betrachten.

 

Abschließend möchte ich sagen, dass wir sehr stolz sind, dass nach mehr als drei Jahren Planungsphase unsere Vision eines einzigartigen neuen Ferienhaustyps, der eine konsequent wohngesunde Bauweise mit außergewöhnlichem Design, hochwertiger Ausstattung und einer hohen Funktionalität verbindet, nun mit dem Bau des ersten Gud Jard Resorts auf Pellworm Wirklichkeit wird.